Ein wahres Leseereignis - laut und leise zugleich
Iona Bartschok ist keine berühmte Installationskünstlerin, aber doch bekannt. Ihre Arbeiten werden in den Galerien großer Städten ausgestellt und vor allem Banken kaufen gerne ihre Kunst. Sie kann also ganz gut davon leben. Ihr wichtigstes Kunstwerk ihrer Karriere wird nun gerade zum ersten Mal in Leipzig ausgestellt, der Stadt, in der Iona auch wohnt: ein Baumhaus, ihre damalige Diplomarbeit, 20 Jahre ist dies nun her. Das Baumhaus selbst im Grunde ein Abbild des Baumhauses ihrer Kindheit, gebaut auf einer Alm in den Bergen, auf der Iona damals die Sommer mit ihren Eltern und den Kühen verbrachte. Während der Ausstellungseröffnung aber kommt es nun zum Vorfall: ein anderer Künstler, ein bekannter Maler, verunstaltet das Baumhaus und zwingt Iona so bewusst oder unbewusst in die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit.
Zugleich zieht Iona für ihr neuestes Kunstprojekt raus ins Leipziger Umland, an einen der neu entstandenen Tagebauseen. Ihr Domizil ist dabei ein altes Umspannwerk, dass von einem bekannten gekauft und als Wohnhalle genutzt wird. Iona ist hier ganz allein, die Einsamkeit nimmt Besitz von ihr und immer wieder taucht sie in die Vergangenheit ein, denkt über die Natur und ihr Wirken nach. Begleitet wird sie einzig von einem KI-Bildschirmhund, dem aber wenig Leben innewohnt. Doch dann läuft ihr Bella zu, eine Streunerin, die ihr bald schon nicht mehr von der Seite weicht.
„Nach der Sonne schauen“ ist der neueste Roman der deutschen Buchpreisträgerin Martina Hefter. Es ist ein sehr intensiver Roman, aber auch einer, der gar nicht so leicht in Worte zu fassen ist. Die Handlung ist schnell erzählt und umrissen. Ich denke, es geht vor allem um die vielen leichten Zwischentöne. Das Auseinandersetzen mit der Natur, ihrer Kraft und wie sie sich verändert. Immer wieder schaut Iona auf ihre eigene Vergangenheit in den Bergen zurück. Sie, die bereits als kleines Mädchen ein sehr inniges Verhältnis zu den Kühen des elterlichen Hofs hatte und in diesem Sinne eine ganz besondere Verbindung zu Tieren. Dieser Roman handelt von unserer Verantwortung als Menschen: uns selbst und anderen gegenüber. Davon, dass unsere Taten Folgen haben, die einmal in der Welt nicht wieder negiert werden können. Und immer wieder dazwischen: die Natur, mit ihrer unbändigen Schön- und Erhabenheit. Vor der man sich fürchten, die man aber auch lieben sollte. Ein kraftvoller und zugleich leiser und sanfter Roman. Definitiv eine Leseereignis, aber schwer in Worte zu fassen.
Zugleich zieht Iona für ihr neuestes Kunstprojekt raus ins Leipziger Umland, an einen der neu entstandenen Tagebauseen. Ihr Domizil ist dabei ein altes Umspannwerk, dass von einem bekannten gekauft und als Wohnhalle genutzt wird. Iona ist hier ganz allein, die Einsamkeit nimmt Besitz von ihr und immer wieder taucht sie in die Vergangenheit ein, denkt über die Natur und ihr Wirken nach. Begleitet wird sie einzig von einem KI-Bildschirmhund, dem aber wenig Leben innewohnt. Doch dann läuft ihr Bella zu, eine Streunerin, die ihr bald schon nicht mehr von der Seite weicht.
„Nach der Sonne schauen“ ist der neueste Roman der deutschen Buchpreisträgerin Martina Hefter. Es ist ein sehr intensiver Roman, aber auch einer, der gar nicht so leicht in Worte zu fassen ist. Die Handlung ist schnell erzählt und umrissen. Ich denke, es geht vor allem um die vielen leichten Zwischentöne. Das Auseinandersetzen mit der Natur, ihrer Kraft und wie sie sich verändert. Immer wieder schaut Iona auf ihre eigene Vergangenheit in den Bergen zurück. Sie, die bereits als kleines Mädchen ein sehr inniges Verhältnis zu den Kühen des elterlichen Hofs hatte und in diesem Sinne eine ganz besondere Verbindung zu Tieren. Dieser Roman handelt von unserer Verantwortung als Menschen: uns selbst und anderen gegenüber. Davon, dass unsere Taten Folgen haben, die einmal in der Welt nicht wieder negiert werden können. Und immer wieder dazwischen: die Natur, mit ihrer unbändigen Schön- und Erhabenheit. Vor der man sich fürchten, die man aber auch lieben sollte. Ein kraftvoller und zugleich leiser und sanfter Roman. Definitiv eine Leseereignis, aber schwer in Worte zu fassen.