Ereignisse zwischen den Zeilen

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Nach der Sonne schauen, das hat schon jeder in seinem Leben mitten im Regen getan. Und genau das tut die Protagonistin inmitten Massen von Regenfällen aufgrund des Klimawandels. Iona Bartschok zieht in eine große Halle mitten aufs Land. Inmitten von Natur, extremen Wettervorfällen und Erinnerungen an ihr Aufwachsen und ihre Kindheitserinnerungen treiben die Tage vorbei und verlaufen ineinander. KI und das Klima beziehungsweise der Klimawandel sind dabei hauptsächlich die Themen, die sich in philosophischen und tiefen Gedankengängen und Unterhaltungen der Charaktere durchziehen. Dabei fand ich es besonders eindrucksvoll, wie die Autorin der KI, bzw. dem KI Hund die Beziehung zu einem echten Hund gegenübergestellt hat. Während die Geschichte langsam vor sich hinplätschert, ist der Schreibstil literarisch anspruchsvoll und sehr atmosphärisch. Dank dieses Schreibstils wurde die Landschaft sehr bildhaft dargestellt und zum Teil auch in die Emotionen Ionas verwoben. Auch andere Themen wie selbstgewählte Einsamkeit aufgrund Entfremdung von Menschen mit gleichzeitig Wunsch nach Nähe, Feminismus und Umweltschutz werden im Roman angesprochen, aber aufgrund der Seitenanzahl nicht näher thematisiert. Das Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen und viele der Themen haben mich im Nachhinein noch sehr beschäftigt. Der Aufbau des Buches ist fragmentarisch und szenisch, damit habe ich zum Teil schwer getan, da mir oft der rote Faden gefehlt hat, was genau im Jetzt passiert. Gleichzeitig fand ich es schade, dass gewisse Themen nur angerissen wurden und nicht näher thematisiert wurden. Ich empfehle das Buch jedem, der tiefe und nachdenkliche Romane schätzt, der im Nachhinein noch lange nachhallt.