Gedanken einer Künstlerin
Um in Ruhe an ihrem neuen Werk arbeiten zu können, zieht die Installationskünstlerin Iona vorübergehend in eine alte Lagerhalle im ehemaligen Kohleabbaugebiet in der Nähe von Leipzig. Doch statt zu arbeiten erkundet sie die Gegend und hängt ihren Gedanken nach. Erinnerungen an ihre Kindheit kommen zurück, an ihr Leben auf der Alm und an ihr damaliges Baumhaus, das sie als exakte Kopie als Kunstobjekt für eine Ausstellung nachgebaut hat. Als Unterhaltung hat sie anfangs nur den Monitor mit einem KI-Hund, bis ihr eine echte Hündin, die sie Bella nennt, zuläuft. Es geschieht nicht viel, bis auch Nova, eine junge Frau aus Leipzig, bei ihr einzieht. Das Wetter bestimmt den Alltag und die gelegentlichen Ausflüge der drei in die künstlich geflutete Landschaft des einstigen Tagebaus. Der Klimawandel macht sich bereits bemerkbar, das Wetter wechselt ständig zwischen extremer Trockenheit und sintflutartigem Regen, zwischen Hitze, Sturm und Gewitter. So ziehen die Tage dahin und der Sommer ist vorbei. Aus der geplanten Installation „Die Landschaft in fünftausend Jahren“ ist noch nichts geworden – aber Iona interessiert sich nun sehr für den Gnadenhof in der Nähe …
Martina Hefter, geb. 1965 in Pfronten, ist eine deutsche Schriftstellerin und Performancekünstlerin. Ihre Werke, sowohl Lyrik als auch Prosa, wurden mehrfach ausgezeichnet und sie erhielt dafür bedeutende Literaturpreise. Martina Hefter wohnt in Leipzig und ist mit dem Schriftsteller Jan Kuhlbrodt verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter. „Nach der Sonne schauen“ (2026 Klett-Cotta) ist, neben drei Gedichtbänden, der fünfte Roman der Autorin.
Titel und Cover haben mich auf dieses Buch neugierig gemacht, doch leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Es gibt zwar wunderschöne Natur- und sehr genaue Landschafts-Beschreibungen, eine aufregende oder spannende Handlung sucht man jedoch vergebens. Zeitweise fand ich es langweilig und Ionas endlose Erinnerungen an ihre Kindheit trugen auch nicht zur Aufmunterung bei. Positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil der Autorin, ihre ruhige, präzise und poetische Sprache sowie die Atmosphäre der Landschaft im ehemaligen Kohleabbaugebiet. Nachdenklich stimmten mich die Wetterkapriolen, die auf die Klimaveränderung zurückzuführen sind, mit denen wir wohl in Zukunft häufiger zu tun haben werden. Tröstlich fand ich den Schluss und Ionas Gedanken über die Zukunft, über die man im Epilog lesen kann.
Fazit: Ein leiser Gegenwartsroman mit Atmosphäre – wer Spannung sucht liegt hier falsch!
Martina Hefter, geb. 1965 in Pfronten, ist eine deutsche Schriftstellerin und Performancekünstlerin. Ihre Werke, sowohl Lyrik als auch Prosa, wurden mehrfach ausgezeichnet und sie erhielt dafür bedeutende Literaturpreise. Martina Hefter wohnt in Leipzig und ist mit dem Schriftsteller Jan Kuhlbrodt verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter. „Nach der Sonne schauen“ (2026 Klett-Cotta) ist, neben drei Gedichtbänden, der fünfte Roman der Autorin.
Titel und Cover haben mich auf dieses Buch neugierig gemacht, doch leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Es gibt zwar wunderschöne Natur- und sehr genaue Landschafts-Beschreibungen, eine aufregende oder spannende Handlung sucht man jedoch vergebens. Zeitweise fand ich es langweilig und Ionas endlose Erinnerungen an ihre Kindheit trugen auch nicht zur Aufmunterung bei. Positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil der Autorin, ihre ruhige, präzise und poetische Sprache sowie die Atmosphäre der Landschaft im ehemaligen Kohleabbaugebiet. Nachdenklich stimmten mich die Wetterkapriolen, die auf die Klimaveränderung zurückzuführen sind, mit denen wir wohl in Zukunft häufiger zu tun haben werden. Tröstlich fand ich den Schluss und Ionas Gedanken über die Zukunft, über die man im Epilog lesen kann.
Fazit: Ein leiser Gegenwartsroman mit Atmosphäre – wer Spannung sucht liegt hier falsch!