Gerade gibt es keinen Grund, die Augen zu schließen

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cadoli Avatar

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In Martina Hefters neuem Roman steht die Installationskünstlerin Iona Bartschokim Mittelpunkt.
Um sich selbst zu finden, und sich von einer schonungslosen Kritik an eines ihrer Objekte zu heilen, hat sie sich in eine Industriehalle zurückgezogen. Franz, ein Architekt besitzt diese große Halle, früher als es hier noch Tagebau gab, diente der Bau als Umspannwerk.
Iona ist gerne alleine, einzig Robyn, ein virtueller Hund leistet ihr zunächst Gesellschaft. Eine Woche später läuft ihr Bella, eine sehr magere Hündin zu, die dann bei ihr bleibt. Als Nova einige Zeit später bei ihr einzieht, gerät ihre selbstgewählte Einsamkeit ins Wanken.
Viel Raum in der Geschichte nimmt ihre Kindheit auf einer Alm ein, davon erzählt sie immer wieder bruchstückhaft. Aber auch der Klimawandel und eine Welt und Gesellschaft, die wenig Stabilität aufweist werden immer wieder thematisiert.
Ein ruhiger Erzählstil, nüchtern ihre Beschreibungen und die Protagonistin blieb mir fremd. Aber vielleicht sollte dies gerade so sein um für eigene Gedanken und Überlegungen Raum zu haben.
Ein nicht einfach zu lesendes Buch, das mich aber trotzdem angesichts der dringenden Themen, die angesprochen wurden, fesselte
Das Cover etwas eigenwillig, aber stimmig zur Geschichte