Leise Töne, große Themen!

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lesebarbara Avatar

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Ich habe „Nach der Sonne schauen“ von Martina Hefter wirklich gern gelesen – gerade weil dieses Buch so eigen ist und sich nicht darum bemüht, jedem zu gefallen.

Was für ein wunderschönes Cover und dann diese raue Landschaft! Ehemaliger Tagebau, Wasser, Wind, Regen, Abraumhalden – und trotzdem steckt darin eine ganz eigene Schönheit.

Iona will ihre Ruhe. Verständlich. Sie zieht sich zurück, macht die Tür zu und versucht, sich die Welt vom Leib zu halten. Tja – und dann kommen Bella und Nova. Ausgerechnet. Ich mochte das sehr, weil das Leben hier nicht mit großen Gesten zurückkommt, sondern einfach plötzlich vor der Tür steht und bleibt.

Überhaupt sind es diese schrägen, leisen Details, die mir gefallen haben. Der Bildschirmhund zum Beispiel. Wer denkt sich so etwas aus?

Martina Hefter schreibt klar, unaufgeregt und ohne großes Getöse. Und trotzdem hat mich vieles getroffen. Ich habe beim Lesen öfter gedacht: Ja. Genau so ist das manchmal.

Für mich ein ungewöhnliches Buch mit Atmosphäre, Eigensinn und ganz viel Gefühl zwischen den Zeilen. Kein Buch, das laut „Lies mich!“ ruft. Aber eines, das man nach dem Zuklappen nicht so schnell wieder loswird.