Leiser, vielschichtiger Roman
Mit „Nach der Sonne schauen“ legt Martina Hefter einen unaufgeregten, aber zutiefst berührenden Roman vor, der von einer wunderbaren poetischen Kraft getragen wird.
Die Installationskünstlerin Iona Bartschok zieht sich nach einer Krise in eine umgebaute Industriehalle in einer ehemaligen Tagebaulandschaft nahe Leipzig zurück. In der Stille möchte sie ein neues Kunstprojekt planen, das sich mit der Vegetation in fünftausend Jahren beschäftigt. Doch die vermeintliche Isolation bricht nach und nach auf: Extreme Wetterkapriolen, Erinnerungen an ihre Kindheit auf der Alm, eine zugelaufene Hündin und schließlich das unvorhergesehene Auftauchen der jungen Nova fordern Ionas Schutzmauer heraus.
Martina Hefter verwebt gekonnt große Gegenwartsthemen – vom spürbaren Klimawandel über Künstliche Intelligenz bis hin zur Dynamik im Kunstbetrieb – mit der ganz persönlichen Innenwelt einer ruhesuchenden Frau. Es passiert vordergründig nicht viel, doch die emotionale Dichte und die präzise, bildhafte Sprache erzeugen einen feinen Sog.
„Nach der Sonne schauen“ ist ein kluges, entschleunigendes Buch über das fragile Gleichgewicht zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft. Eine große Leseempfehlung für Liebhaber anspruchsvoller Gegenwartsliteratur!
Die Installationskünstlerin Iona Bartschok zieht sich nach einer Krise in eine umgebaute Industriehalle in einer ehemaligen Tagebaulandschaft nahe Leipzig zurück. In der Stille möchte sie ein neues Kunstprojekt planen, das sich mit der Vegetation in fünftausend Jahren beschäftigt. Doch die vermeintliche Isolation bricht nach und nach auf: Extreme Wetterkapriolen, Erinnerungen an ihre Kindheit auf der Alm, eine zugelaufene Hündin und schließlich das unvorhergesehene Auftauchen der jungen Nova fordern Ionas Schutzmauer heraus.
Martina Hefter verwebt gekonnt große Gegenwartsthemen – vom spürbaren Klimawandel über Künstliche Intelligenz bis hin zur Dynamik im Kunstbetrieb – mit der ganz persönlichen Innenwelt einer ruhesuchenden Frau. Es passiert vordergründig nicht viel, doch die emotionale Dichte und die präzise, bildhafte Sprache erzeugen einen feinen Sog.
„Nach der Sonne schauen“ ist ein kluges, entschleunigendes Buch über das fragile Gleichgewicht zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft. Eine große Leseempfehlung für Liebhaber anspruchsvoller Gegenwartsliteratur!