Poetisch
Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Auch die Dialoge fand ich angenehm natürlich. Iona ist mir dabei sehr nah gekommen. Man versteht gut, was sie beschäftigt und fühlt vieles mit ihr, ohne dass die Geschichte dabei zu viel von einem verlangt. Vieles bleibt angenehm leise. Schön fand ich auch die gesellschaftlichen Fragen, die ganz nebenbei mitschwingen. Zum Beispiel, was es mit einer Künstlerin macht, wenn ihre Arbeit einfach beschmiert wird. Etwas, das zunächst vielleicht lapidar wirkt, bringt sie plötzlich dazu, über den Sinn dessen nachzudenken, was sie eigentlich tut. Was ist überhaupt sinnvoll? Was macht uns Freude? Und wie findet man wieder ein Stück zu sich selbst, wenn ich das Gefühl habe, mich verloren zu haben? Dabei spielt die Natur eine ganz wichtige Rolle. Sie gibt Iona Raum und Ruhe und genau diese Ruhe hat sich für mich auch beim Lesen eingestellt. Nova bringt mit ihrer Energie noch einmal eine coole Dynamik rein, die dem Buch auch nochmal einen Spannungsbogen verleihen, mit dem man so am Anfang des Buches nicht rechnet.