Sperrig
Wenn ich ein Buch lese für das ich eine Rezension schreibe, mache ich mir beim Lesen Notizen. Bei diesem Werk habe ich immer wieder das Wort „sperrig“ notiert. Ich habe sehr lange gebraucht und viel Disziplin in diesen Roman einzutauchen. Er ist für mich mit Absätzen durchzogen, sehr sprunghaft in der Erzählung, in einer klaren Sprache. Nüchtern. Anders. Im Mittelpunkt zunächst das Baumhaus der Kindheit und sein Zwilling als Kunstobjekt. Das Leben auf der Alm, ein Stück Kindheitsgeschichte, das das Kunststudium der späteren Installationskünstlerin Iona beeinflusst. Sie beschäftigt sich damit, was in 5000 Jahren sein wird - Nichts kommt zur Ruhe oder? Sie geht Unannehmlichkeiten aus dem Weg, stellt sich Kritik nicht, Zorn aufheben, vielleicht für später, später …. . Das Lesen wurde leichter als Bella auftauchte. Insgesamt bringt die Autorin mit wenigen Worten viel auf den Punkt. Der ständige unverhoffte Wechsel zwischen Gegenwart, Vergangenheit und manchmal auch Zukunft machte es mir schwer das Interesse zu behalten. Wahrscheinlich muss es so sein, im Leben von Iona.