Sprachlich stark, inhaltlich zwiegespalten
Nach der Sonne schauen begleitet die Installationskünstlerin Iona Bartschok, die sich für den Sommer in eine ehemalige Lagerhalle im Leipziger Neuseenland zurückzieht, um an ihrem neuen Projekt, einer Landschaft in 5000 Jahren, zu arbeiten. Dieses Ziel begleitet uns durch das ganze Buch, wird aber, abgesehen von ein paar Skizzen und Randüberlegungen hier und da, nie wirklich konkret angegangen. Indirekt und über eine Sprache, die ein sehr beklemmendes Gefühl bei mir hinterlassen hat, ist es durch die Landschafts- und Wetterveränderungen jedoch dauerpräsent. Das ist ein Aspekt des Buches, den ich wirklich gelungen finde!
Handlungstechnisch plätschert die Geschichte eher ruhig dahin, es passiert nicht viel Dramatisches, außer beim Wetter. Spannender fand ich die Passagen, in denen Iona von ihrer Vergangenheit und Kindheit erzählt, dort bekommt die Erzählung mehr Tiefe. In der Gegenwart fällt es ihr schwer, einen an sich heranzulassen, außer man ist ein Hund namens Bella. Die Sache mit dem KI-Hund war schon nach der Leseprobe ein Fragezeichen für mich und ist es ehrlich gesagt auch weiterhin... Abgesehen davon, dass er in den zeitlichen Sprüngen in der Erzählung der Zeit in der Halle etwas Orientierung bietet (ist er schon eingefroren oder noch nicht?), habe ich nicht so richtig verstanden, was das sollte. Einfach ein absurdes Element als Kontrast zur echten Bella? Eine dystopische Zukunftsvision? Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nie eine Hundeperson war, dass ich mit diesem Hundeaspekt der Geschichte insgesamt nicht viel anfangen kann, der leider viel Raum einnimmt.
Insgesamt: sprachlich fein, atmosphärisch gut gelungen, inhaltlich hat es mich eher weniger gepackt. Kann man gut lesen, muss man aber auch nicht.
Handlungstechnisch plätschert die Geschichte eher ruhig dahin, es passiert nicht viel Dramatisches, außer beim Wetter. Spannender fand ich die Passagen, in denen Iona von ihrer Vergangenheit und Kindheit erzählt, dort bekommt die Erzählung mehr Tiefe. In der Gegenwart fällt es ihr schwer, einen an sich heranzulassen, außer man ist ein Hund namens Bella. Die Sache mit dem KI-Hund war schon nach der Leseprobe ein Fragezeichen für mich und ist es ehrlich gesagt auch weiterhin... Abgesehen davon, dass er in den zeitlichen Sprüngen in der Erzählung der Zeit in der Halle etwas Orientierung bietet (ist er schon eingefroren oder noch nicht?), habe ich nicht so richtig verstanden, was das sollte. Einfach ein absurdes Element als Kontrast zur echten Bella? Eine dystopische Zukunftsvision? Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nie eine Hundeperson war, dass ich mit diesem Hundeaspekt der Geschichte insgesamt nicht viel anfangen kann, der leider viel Raum einnimmt.
Insgesamt: sprachlich fein, atmosphärisch gut gelungen, inhaltlich hat es mich eher weniger gepackt. Kann man gut lesen, muss man aber auch nicht.