Überraschend anders

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kalligrafin Avatar

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Vor dem Lesen des Romans "Nach der Sonne schauen" habe ich noch kein Werk der deutschen Buchpreisträgerin Martina Heftner in den Händen gehalten. Daher war ich anfangs über diese besondere Schreibart überrascht, die zu Beginn sehr verwirrend und fordernd war.

Viele kurze Absätze mit Gedanken der Ich-Erzählerin Iona, die eine angesehene Installatonskünstlerin aus Leipzig ist, haben den Einstieg nicht leicht gemacht. Zahlreiche Namen aus ihrer Vergangenheit tauchen auf, wobei sie auch ihre Eltern, die sie auf einer Alm aufgezogen haben, nennt Iona beim Vornamen.

Immer wieder tauchen Ereignisse aus ihrem Leben auf, die zunächst keinen Sinn ergeben. Mit der Zeit lernt man die Protagonistin besser kennen und erkennt, dass sie einfach nur dazugehören möchte. Sie ist sehr unsicher, was sich im Laufe der Geschichte ändert. Immer wieder wird sie auf die Probe gestellt und macht täglich einen neuen Schritt.

Die Verbundenheit mit der Natur ist sehr präsent, die aus ihrer Kindheit herrührt. Pflanzen, Wetterkatastrophen und die Liebe zu den Tieren wie etwa zu ihrer gefundenen Hündin Bella sind nur einige Dinge, die auftauchen.

Ein Tipp: Es lohnt sich, am Ball zu bleiben! Mit der Zeit werden viele Dinge aufgeklärt wie etwa die Wahl des Buchtitels oder des schönen Covers mit der Hirschkuh.

Fazit: Ein besonderer Roman, der mich lange zum Nachdenken angehalten hat. Oft muss man zwischen den Zeilen lesen, um Ionas Handeln und Leben zu verstehen.