Überraschung

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Iona ist eigentlich Installationskünstlerin, doch nach einem Eklat in der Kunstszene zieht sie sich zurück in die abgelegene Industriehalle eines Bekannten und sittet dort dessen KI-Hund. Die Halle liegt mitten in einer alten Tagebauregion, die durch ihre Vergangenheit stark geprägt wurde und nun mit veränderten Umweltbedingungen klar kommen muss. Und ausgerechnet hier sucht Iona nach einer Zukunftsperspektive.

Mit „Nach der Sonne schauen“ hat Martina Hefter mich überrascht. In irgendeiner Weise erinnert mich der Roman zwar schon an „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“, aber insgesamt hatte ich mit deutlich weniger dystopischen Elementen gerechnet. Denn tatsächlich zeigt die Autorin ganz beiläufig, wie sich unsere Gesellschaft in eine immer ausweglosere Situation manövriert: künstliche Intelligenz, Extremwetter und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei hat man niemals das Gefühl ScieFi zu lesen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Vielmehr fühlt es sich so an, als wäre Ionas Wirklichkeit ganz nah.

Insgesamt mochte ich, wie sich das Buch immer weiter entwickelt. Man erfährt immer mehr über Iona und die Entwicklung der Umwelt. Dabei ist das Buch nie belehrend, sondern regt zum Nachdenken an.

Mich hat die Geschichte sehr nachdenklich gemacht und ich kann Martina Hefters „Nach der Sonne schauen“ nur empfehlen.