Wenn Einsamkeit plötzlich Gesellschaft bekommt

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backlistbaddie Avatar

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Was für ein leises und gleichzeitig besonderes Buch. Iona zieht sich bewusst aus ihrem bisherigen Leben zurück. In einer ehemaligen Tagebaulandschaft bei Leipzig möchte sie Abstand gewinnen, an ihrem Kunstprojekt arbeiten und einen Vorfall verarbeiten, bei dem eines ihrer Werke beschädigt wurde.

Am Anfang braucht es ein bisschen, bis ich in die Geschichte gefunden habe. Aber je länger ich gelesen habe, desto mehr mochte ich diese ruhige Atmosphäre. Es passiert nicht ständig etwas Großes und trotzdem verändert sich ganz viel. Vor allem durch Bella, eine Hündin, die plötzlich in Ionas Leben auftaucht, und später durch Nova.

Ich mochte besonders, wie Martina Hefter über Einsamkeit, Nähe, Verlust und Neuanfänge erzählt. Ihre Sprache ist klar und manchmal fast poetisch, ohne dabei schwer zu wirken. Auch aktuelle Themen wie der Klimawandel finden ihren Platz, ohne dass sich der Roman dadurch belehrend anfühlt.

Für mich ist das vor allem ein Buch über die Frage, was passiert, wenn man sich eigentlich von der Welt zurückziehen möchte und die Welt trotzdem wieder einen Weg zu einem findet. Ruhig, eigenwillig und mit einigen wirklich schönen Momenten. 💛