Wunderschönes Cover und spannende Grundidee, aber zu viel Kunsttheorie

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Schon das Cover mit dem Hirsch und der poetische Titel Nach der Sonne schauen haben mich direkt angesprochen und große Erwartungen geweckt – erst recht, da Martina Hefter die Deutsche Buchpreisträgerin 2024 ist.
Die Protagonistin, die Installationskünstlerin Iona Bartschok, zieht sich in eine Halle bei Leipzig in einer ehemaligen Tagebaulandschaft zurück. Die Grundidee ihres neuen Kunstwerks – die Vision einer Landschaft in 5000 Jahren – fand ich absolut faszinierend und gedanklich sehr spannend. Auch die Atmosphäre rund um die Halle und die treue vierbeinige Begleitung (die Hündin Bella) haben der Geschichte schöne Momente verliehen.

Leider hat mich der Roman auf Dauer nicht komplett abgeholt. Es geht sehr intensiv um die Kunstszene, vergangene Ausstellungen, Demütigungen im Künstlerumfeld und die Eigenheiten dieser ganz speziellen Welt. Mir persönlich war dieser Fokus viel zu dominant, wodurch der eigentliche Sinn und rote Faden der Handlung für mich oft im Hintergrund verloren gingen.

Fazit:
Ein sprachlich ruhiges und bildhaftes Buch mit tollen Denkansätzen zur Natur und Zukunft, das mich emotional aber nicht durchgehend erreichen konnte. Wer tiefgründige Einblicke in die Gedankenwelt einer Künstlerin sucht, kommt hier auf seine Kosten – für mich persönlich reicht es für solide 3 von 5 Sternen.