Zukunftsgerichtet und rückwärtsgewandt
Martina Hefter hat mit „Nach der Sonne schauen“ wieder ziemlich genau meinen Sweet Spot getroffen: selbstbewusste, mittelalte Frauen, denen ich gerne dabei zuhöre, wie sie auf ihr bisheriges Leben blicken und gleichzeitig darüber nachdenken, was noch kommt.
Dabei verbindet Hefter ziemlich geschickt sehr gegenwärtige Themen mit dem persönlichen Alltag von Iona. Die KI, die die Protagonistin als virtueller Hund im Alltag begleitet, fand ich gleichzeitig witzig und aktuell. Überhaupt ist da diese Zukunftsperspektive, in der Nachhaltigkeit, Natur und die immer heftiger werdenden Unwetter schon ziemlich nah an unserer Realität liegen. Das fand ich spannend, weil es nie wie eine klassische Dystopie wirkt, sondern eher wie eine leicht verschobene Version unserer Gegenwart.
Auch der Blick auf die Kunstszene war interessant, gerade weil Hefter darin eine für mich ziemlich klare feministische Perspektive aufzeigt: Die Kunst des Mannes gilt als bedeutender und seine Zerstörung ihres Kunstwerks wird damit erklärt. Dazu kommt das Allgäu in der Erinnerung ihres Aufwachsens, wie bei mir. Diese Verbindung aus Provinz, Landschaft, persönlichen Lebensgeschichten und Leipzig, Kulturbetrieb, gesellschaftlichen Veränderungen stimmt für mich.
Insgesamt mochte ich den Roman deshalb vor allem für seine Perspektive auf das Leben: ein bisschen zurückschauen, ein bisschen nach vorne und dabei feststellen, dass die Zukunft vielleicht schon viel näher ist, als man denkt. Für mich wieder ein sehr lesenswerter Roman von Martina Hefter.
Dabei verbindet Hefter ziemlich geschickt sehr gegenwärtige Themen mit dem persönlichen Alltag von Iona. Die KI, die die Protagonistin als virtueller Hund im Alltag begleitet, fand ich gleichzeitig witzig und aktuell. Überhaupt ist da diese Zukunftsperspektive, in der Nachhaltigkeit, Natur und die immer heftiger werdenden Unwetter schon ziemlich nah an unserer Realität liegen. Das fand ich spannend, weil es nie wie eine klassische Dystopie wirkt, sondern eher wie eine leicht verschobene Version unserer Gegenwart.
Auch der Blick auf die Kunstszene war interessant, gerade weil Hefter darin eine für mich ziemlich klare feministische Perspektive aufzeigt: Die Kunst des Mannes gilt als bedeutender und seine Zerstörung ihres Kunstwerks wird damit erklärt. Dazu kommt das Allgäu in der Erinnerung ihres Aufwachsens, wie bei mir. Diese Verbindung aus Provinz, Landschaft, persönlichen Lebensgeschichten und Leipzig, Kulturbetrieb, gesellschaftlichen Veränderungen stimmt für mich.
Insgesamt mochte ich den Roman deshalb vor allem für seine Perspektive auf das Leben: ein bisschen zurückschauen, ein bisschen nach vorne und dabei feststellen, dass die Zukunft vielleicht schon viel näher ist, als man denkt. Für mich wieder ein sehr lesenswerter Roman von Martina Hefter.