Vergangene Liebe.

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fönbo Avatar

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"Nächstes Mal für immer" entfaltet auf den ersten Seiten eine unglaublich dichte, nostalgische Atmosphäre.

Der Einstieg am Gare de l’Est katapultiert einen als Leserin / Leser direkt in das Herz von Paris und weckt das eigene Fernweh.

Lucien Marant beweist hier ein feines Gespür für stimmungsvolle Bilder, die weit über kitschige Postkarten-Klischees hinausgehen. Seine Protagonistin Mona wirkt angenehm bodenständig, sodass man sich augenblicklich in ihre Gefühlswelt hineinversetzen kann.

Faszinierend ist die spürbare Spannung, die sich durch den geschickt angelegten Zeitsprung zwischen 1999 und 2019 aufbaut. Man ahnt direkt, dass die Begegnung mit Thibauld kein flüchtiger Sommerflirt bleiben wird, sondern tiefe Wunden hinterlassen hat.

Die Dialoge transportieren genau die richtige Mischung aus jugendlicher Leichtigkeit und der Melancholie verpasster Chancen.

Marants Schreibstil liest sich wunderbar flüssig, elegant und besitzt eine überraschend emotionale Tiefe. Die wechselnden Zeitebenen versprechen eine hochspannende Dynamik für den weiteren Verlauf des Romans.

Auch das wunderschön gestaltete, in zarten Rosétönen gehaltene Cover passt perfekt zu dieser bittersüßen Stimmung.