Berührende Liebesgeschichte mit Nostalgie und Gefühl

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chhil06 Avatar

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Lucien Marants Roman erzählt eine klassische, aber emotional gut ausgearbeitete Second-Chance-Romanze, die vor allem durch ihr Setting und die Zeitebenen überzeugt. Paris wird hier nicht nur Kulisse, sondern fast selbst zur Figur – lebendig, romantisch und ein wenig melancholisch.

Die Geschichte von Mona und Thibauld entfaltet sich auf zwei Zeitebenen (1999 und 2019) und lebt stark von der Idee, dass manche Begegnungen im Leben Spuren hinterlassen, die nie ganz verschwinden. Besonders gelungen ist die Atmosphäre des Studentenlebens im ersten Teil: leicht, intensiv, chaotisch und voller jugendlicher Emotionen.

Im zweiten Teil trägt vor allem die Wiederbegegnung der beiden Figuren die Handlung. Das Wiedersehen ist glaubwürdig inszeniert und sorgt für viele ruhige, aber wirkungsvolle Momente. Allerdings bleibt die Entwicklung stellenweise etwas vorhersehbar, und einige Konflikte hätten etwas mehr Tiefe vertragen können.

Die Figuren sind sympathisch gezeichnet, auch wenn Thibauld gelegentlich etwas klischeehaft wirkt. Mona hingegen überzeugt mit nachvollziehbaren Gefühlen und einer glaubwürdigen inneren Entwicklung.

Insgesamt ist der Roman eine gefühlvolle, leicht lesbare Liebesgeschichte mit viel Paris-Flair und emotionaler Nostalgie. Wer romantische Geschichten mit „Was wäre wenn?“-Gedanken mag, wird hier gut unterhalten.