Fehlende emotionale Tiefe

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lilalinchen Avatar

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Nächstes Mal für immer erzählt die Geschichte von Mona und Thibauld, die sich während eines Auslandssemesters Ende der 90er-Jahre in Paris kennenlernen. Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut und beide müssen sich fragen, ob manche Gefühle die Zeit tatsächlich überdauern können.
Besonders gefallen hat mir die Erzählweise auf zwei Zeitebenen. Nach und nach erfährt man, was die beiden verbindet und weshalb ihr Wiedersehen so besonders ist. Dadurch bleibt die Geschichte abwechslungsreich und man möchte wissen, wie sich Vergangenheit und Gegenwart schließlich zusammenfügen. Auch Paris als Schauplatz trägt viel zur Stimmung bei und verleiht dem Roman eine schöne, fast schon nostalgische Atmosphäre. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und macht es leicht, durch die Seiten zu kommen.
Trotzdem hat mir am Ende etwas Entscheidendes gefehlt. Obwohl die Handlung durchaus schön erzählt ist, konnte sie mich emotional nicht wirklich berühren. Ich hatte Schwierigkeiten, eine enge Bindung zu Mona und Thibauld aufzubauen, sodass ihre gemeinsame Geschichte bei mir nicht die Gefühle ausgelöst hat, die ich mir von einer Second-Chance-Romance erhofft hatte. Einige Entwicklungen wirkten zudem recht vorhersehbar, wodurch für mich die großen Überraschungen ausgeblieben sind.