Paris, Liebe und... Zeitsprünge des Grauens?

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lissa342 Avatar

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Paris 1999. Paris 2019. Paris 1999. Paris 2019....

Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich brauche keinen Lesezeichen mehr, sondern einen Fahrplan. 🚆😂 Die Geschichte springt permanent zwischen den beiden Zeitebenen hin und her. Grundsätzlich mag ich so etwas – wenn es der Geschichte dient. Hier hat es mich aber leider immer wieder aus dem Lesefluss gerissen, gerade dann, wenn ich endlich in einer Szene angekommen war.

Besonders schade fand ich, dass einige wichtige Fragen nur so halb beantwortet wurden. Warum ist Mona damals eigentlich weggezogen? Wird gefühlt in einem Nebensatz abgehandelt. Warum hat sie den Kontakt zu Thibauld komplett abbrechen lassen? Tja... ich hätte da gerne mehr erfahren. Statt Antworten gab es für mich leider eher Schulterzucken. 🤷‍♀️

Dazu kamen ein paar logische Ungereimtheiten, bei denen ich immer wieder dachte: "Moment mal... das ergibt doch gerade gar keinen Sinn?" Solche Kleinigkeiten reißen mich leider schnell aus einer Geschichte heraus.

Dabei hatte der Roman eigentlich so viel Potenzial! Die Atmosphäre in Paris ist wunderschön eingefangen, und die Idee einer zweiten Chance nach zwanzig Jahren hat mich wirklich neugierig gemacht. Auch die Emotionen zwischen Mona und Thibauld konnten mich zwischendurch durchaus berühren.

Am Ende blieb für mich jedoch das Gefühl, dass die Geschichte mehr hätte sein können. Weniger Zeitsprünge, mehr Tiefe bei den Entscheidungen der Figuren und etwas mehr logische Nachvollziehbarkeit – dann wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

Mein Fazit: Eine romantische Geschichte mit traumhaftem Paris-Setting und einer schönen Grundidee, die mich durch die häufigen Zeitsprünge und einige offene Fragen leider nicht ganz überzeugen konnte.

⭐⭐⭐☆☆ 3 von 5 Sternen