Seichte Pariser Sommerromanze

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alex108 Avatar

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In Lucien Marants Debütroman „Nächstes Mal für immer“ begleiten wir Mona auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen durch Paris. Als sie 1999 das erste Mal als Austauschstudentin die französische Hauptstadt erkundet, entspinnt sich eine Sommerliebe zwischen ihr und dem zunächst recht unsympathischen Thibauld. Als Mona zwei Jahrzehnte später nach Paris zurückkehrt, treffen die beiden erneut aufeinander und alte Gefühle werden aufgewirbelt.

Hinsichtlich der Gestaltung der Hauptfiguren hat für mich leider das gewisse Etwas gefehlt, das eine Identifikation ermöglicht hätte. Und auch die Dynamik zwischen den beiden konnte mich nicht begeistern. So blieb ich mehr distanzierte Beobachterin, als tatsächlich mit in das Geschehen einzutauchen. Die wahre Protagonistin dieses Romans war für mich die französische Metropole, welche detailliert und ansprechend beschrieben wurde, sodass mich das Pariser Flair und das Lebensgefühl der 90er Jahre in ihren Bann gezogen haben. Der Schreibstil ist nicht nur bildhaft, sondern auch sehr leicht zu lesen, wodurch ein angenehmer Lesefluss entstehen kann. Zudem wird durch die Zeitsprünge ein Spannungsbogen kreiert, der einen wissen lassen möchte, wieso Mona und Thibault getrennter Wege gingen und ob es ein Potential für eine zweite Chance gibt. Wenngleich im Laufe des Romans tiefgreifendere Themen angesprochen werden, ist er in Gänze eine seichte Sommerunterhaltung, die ohne große Triggerwarnungen auskommt.

Ich spreche eine Leseempfehlung für diejenigen aus, die sich einen seichten Sommerroman und sorgfältig beschriebene Schauplätze zu schätzen wissen.