Sommer in Paris
Der Prolog hat mich gleich an meine Erasmuszeit erinnert: Leichtigkeit, das Leben voller Möglichkeiten vor mir, eine aufregende Zeit im Ausland und die Melancholie in den letzten Stunden vor der Abreise.
Das restliche Buch konnte dieses Versprechen leider nicht halten: Mona blieb mir das ganze Buch über fremd. Warum ist sie nach Paris zurückgekehrt, gerade jetzt? Was will sie dort - sucht sie eigentlich die Liebe oder ist Thibault eher ein Hindernis? Die vielen Zeitsprünge haben nicht wirklich geholfen, zumal sich auf beiden Zeitebenen - 1999 und 2019 - größere Sprünge von mehreren Wochen oder gar Monaten andeuten, die mehr Fragen aufwarfen als dass ich an Alltag glaubte. Dafür ist es doch zu aufregend, in eine neue Stadt zu kommen, oder? Die entdecken "wir" eher in Nebenstraßen als in Sehenswürdigkeiten. Dass der Autor zwischendurch einige Male komplett aus der Perspektive fällt (normalerweise 3.P.), fand ich sehr ungewöhnlich und riss mich aus dem Lesefluss. Plötzlich wirkte es kurz wie ein Essay, kein Roman.
Wirkliche Paris-Stimmung kam bei mir nicht auf, dafür war es zu oberflächlich; auch die Vergleiche mit Emily in Paris sehe ich nicht - was auch vom Autor vielleicht gar nicht gewollt war, sondern von außen kam. Schade fand ich, dass Lou nicht weiter ausgebaut wurde, sie ist eine tolle Freundin und Mitbewohnerin für Mona - tatsächlich fand ich sie spannender als die Protagonistin selbst.
Alles in allem ein netter Sommerroman für den Strand, bei dem man aber nicht mehr als leichte Unterhaltung erwarten sollte.
Das restliche Buch konnte dieses Versprechen leider nicht halten: Mona blieb mir das ganze Buch über fremd. Warum ist sie nach Paris zurückgekehrt, gerade jetzt? Was will sie dort - sucht sie eigentlich die Liebe oder ist Thibault eher ein Hindernis? Die vielen Zeitsprünge haben nicht wirklich geholfen, zumal sich auf beiden Zeitebenen - 1999 und 2019 - größere Sprünge von mehreren Wochen oder gar Monaten andeuten, die mehr Fragen aufwarfen als dass ich an Alltag glaubte. Dafür ist es doch zu aufregend, in eine neue Stadt zu kommen, oder? Die entdecken "wir" eher in Nebenstraßen als in Sehenswürdigkeiten. Dass der Autor zwischendurch einige Male komplett aus der Perspektive fällt (normalerweise 3.P.), fand ich sehr ungewöhnlich und riss mich aus dem Lesefluss. Plötzlich wirkte es kurz wie ein Essay, kein Roman.
Wirkliche Paris-Stimmung kam bei mir nicht auf, dafür war es zu oberflächlich; auch die Vergleiche mit Emily in Paris sehe ich nicht - was auch vom Autor vielleicht gar nicht gewollt war, sondern von außen kam. Schade fand ich, dass Lou nicht weiter ausgebaut wurde, sie ist eine tolle Freundin und Mitbewohnerin für Mona - tatsächlich fand ich sie spannender als die Protagonistin selbst.
Alles in allem ein netter Sommerroman für den Strand, bei dem man aber nicht mehr als leichte Unterhaltung erwarten sollte.