Berührender Aufreger. Wertvoll.
Man wünscht sich ja, denken zu können, die Beschreibungen in dieser Erzählung seien fiktiv oder zumindest übertrieben - leider ist es nicht so. Unsicheres, peinlich berührtes oder angeekeltes Wegsehen im Umfeld, mangelnde Fürsorge bis Genervtsein und Vorwürfe im Gesundheitswesen; das mag man sich mal vorstellen: ein Arzt, der einer selbstverletzenden Patientin implizit sagt, sie sei „nicht richtig krank“. Ich werde so wütend, wenn ich das lese. Die Beschreibungen einer betroffenen Freundin ihrer Erfahrungen decken sich exakt mit dem, was hier erzählt wird.
Zwei Sätze der Leseprobe fand ich besonders berührend und ausdrucksstark beschreibend - als Lara zur leitenden Psychiaterin gerufen wird, weil sie sich selbst verletzt hat, fordert diese, sie solle darüber nachdenken, was sie brauche, um ihr selbstverletzendes Verhalten in den Griff zu bekommen und Lara denkt, aber nicht sagen kann, dass sie gehofft habe, man würde ihr dort mehr damit helfen.
Narbenmädchen hat mich angesprochen, weil ich mir von solcher Literatur erhoffe, die Situation u.a. meiner Freundin dadurch etwas besser zu verstehen. Ich wünsche mir aber auch, dass mehr Menschen solche Bücher lesen und die Berührungsängste abgebaut sowie die Sensibilität für das Thema gesteigert werden.
Diese Erfahrungen, wie Lara sie hier macht, sind leider üblich in unserem derzeitigen System, für viele psychisch und chronisch erkrankte Menschen und es wird dringend Zeit, dass wir das ändern.
Das Cover gefällt mir gut. Die Schrift kantig, ein bisschen, wie eingeritzte Handschrift; die Distel vermeintlich unnahbar aber doch wunderschön und empfindsam im Innern. Das passt thematisch ganz gut, finde ich.
Ein wichtiges Buch, das ich gerne lesen möchte.
Zwei Sätze der Leseprobe fand ich besonders berührend und ausdrucksstark beschreibend - als Lara zur leitenden Psychiaterin gerufen wird, weil sie sich selbst verletzt hat, fordert diese, sie solle darüber nachdenken, was sie brauche, um ihr selbstverletzendes Verhalten in den Griff zu bekommen und Lara denkt, aber nicht sagen kann, dass sie gehofft habe, man würde ihr dort mehr damit helfen.
Narbenmädchen hat mich angesprochen, weil ich mir von solcher Literatur erhoffe, die Situation u.a. meiner Freundin dadurch etwas besser zu verstehen. Ich wünsche mir aber auch, dass mehr Menschen solche Bücher lesen und die Berührungsängste abgebaut sowie die Sensibilität für das Thema gesteigert werden.
Diese Erfahrungen, wie Lara sie hier macht, sind leider üblich in unserem derzeitigen System, für viele psychisch und chronisch erkrankte Menschen und es wird dringend Zeit, dass wir das ändern.
Das Cover gefällt mir gut. Die Schrift kantig, ein bisschen, wie eingeritzte Handschrift; die Distel vermeintlich unnahbar aber doch wunderschön und empfindsam im Innern. Das passt thematisch ganz gut, finde ich.
Ein wichtiges Buch, das ich gerne lesen möchte.