Schmerz, Trotz und der Wunsch nach Kontrolle
Die Leseprobe ist roh, direkt und schwer auszuhalten – gerade deshalb so eindringlich. Laras Stimme wirkt authentisch, wütend, verletzlich und oft bitter ironisch. Der Text zeigt schonungslos den Alltag mit Selbstverletzung, Klinikregeln und dem ständigen Kampf im eigenen Kopf, ohne zu beschönigen oder zu moralisieren. Sprachlich klar und nah an der Figur, emotional fordernd, aber glaubwürdig. Ein harter Einstieg, der unter die Haut geht und lange nachwirkt.