Tief unter die Haut – eine Leseprobe, die nachhallt!

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scoobydoo85 Avatar

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Die Leseprobe zieht einen sofort tief in Laras Gedankenwelt hinein. Ihr lakonischer, teils sarkastischer Ton und die feine Selbstironie stehen in starkem Kontrast zu dem inneren Druck, der zwischen den Zeilen spürbar wird. Man merkt schnell: Hinter der rauen Schale steckt viel Verletzlichkeit, Wut und Verzweiflung, die Lara selbst kaum einordnen kann oder will.
Die Kurklinik, die Gruppentherapie und Laras ablehnende Haltung gegenüber allem, was ihr „helfen“ soll, wirken authentisch und beklemmend real. Gleichzeitig entsteht durch die ersten Begegnungen mit Neo und Finn ein zarter Gegenpol. Sie sind keine einfachen Problemlöser, sondern Figuren, die Reibung erzeugen, Verständnis andeuten und neugierig machen auf das, was sich zwischen ihnen entwickeln wird.
Die Sprache ist direkt, ehrlich und emotional nah, ohne pathetisch zu werden. Die Leseprobe macht deutlich, dass hier eine intensive Geschichte über Schmerz, Widerstand und mögliche Veränderung beginnt – und lässt einen unbedingt weiterlesen wollen.