Berührender (Jugend-)Roman über innere & äußere Verletzungen

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downey_jr Avatar

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Die 15jährige Lara verletzt sich selbst, sie „ritzt“ sich. Warum genau, kann sie gar nicht in Worte fassen. Nun muss sie vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Doch natürlich hat sie ihre Rasierklingen heimlich in die Klinik mitgenommen ... Sie glaubt nicht, dass man ihr helfen kann; die Psychologen reden ihrer Meinung nach nur Unsinn, die Gruppentherapie bringt ihr nichts. Sie ist überzeugt, dass sie nichts ändern kann. Doch als sie Neo und Finn kennenlernt und sich mit ihnen anfreudet, merkt sie, dass die Gespräche mit den beiden es schaffen, etwas in Lara zu verändern.
Erst nach und nach erfahren wir Leser*innen bzw. gesteht Lara sich selbst die Ursache ihrer Selbstverletzungen ein.

Der Schreibstil von Lilly Bogenberger ist flüssig, oft sehr emotional und berührend, aber es wird auch Laras Verzweiflung und unterdrückte Wut (auch die der anderen Jugendlichen) spürbar.

„Narbenmädchen“ ist ein bewegender (Jugend-)Roman über innere und äußere Verletzungen. Trotz der Themenschwere (Selbstverletzungen, Suizid, Mobbing, Missbrauch, etc.) schafft es die Autorin, dennoch auch Mut und Hoffnung auf Heilung und Veränderung zu machen.

Ich vergebe für diesen Debütroman 4 von 5 Sternen und bin neugierig, was wir von dieser Autorin zukünftig noch lesen dürfen.

Vielen Dank an Vorablesen.de und den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!