Eine sehr emotionale und radikal ehrliche Geschichte

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In der Geschichte geht es um Lara, sie ist fünfzehn und muss die nächsten vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen und beschreibt sehr ehrlich und schonungslos ihren Kampf mit sich selbst. Sie hat viele Narben und hat ihre Rasierklingen mit in die Klinik geschmuggelt. Sie ist genervt von der Gruppentherapie und die Psychologin ist ihr auch nicht gerade sympathisch. Aber sie freundet sich mit Neo und Finn an und fängt an mit den beiden über ihre Probleme zu reden und fühlt sich zum ersten Mal verstanden.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Lara erinnert mich zum Teil ein wenig an mich selbst. Ich lasse mir auch nicht gerne was sagen, vor allem nicht, seitdem mir meine Depression die Freiheit genommen hat und ich nicht mehr machen kann, was ich möchte und vor allem, wann ich möchte. Da muss ich darauf achten, was meine Depression dazu sagt. Ich rede auch nur mit bestimmten Menschen und fühle mich auch regelmäßig unverstanden. Ich habe allerdings meine Narben in mir drin und nicht außen und in eine Selbsthilfegruppe mit lauter Menschen, denen es genauso geht wie mir, würde ich vermutlich gehen, aber nicht in eine Therapie, denn ich musste mir das Reden über meine Depression ziemlich hart selbst beibringen, da hilft mir keine Therapie dabei.
In diesem Sinne vergebe ich für diese emotionale und radikal ehrliche Geschichte sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Denn hier habe ich mich auch ein Stück weit verstanden gefühlt.