Langatmig

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kapitelreisende Avatar

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📖Die fünfzehnjährige Lara muss zusammen mit anderen Heranwachsenden vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen.
Jede*r von ihnen hat seine eigenen Probleme und sie könnten alle nicht unterschiedlicher sein. Doch sie verbindet eins: Die Suche nach Selbstwert und Selbstliebe.

💫Eine sehr bewegende und ergreifende Geschichte, die sich zugleich behutsam aber auch schonungslos mit psychischen Problemen und Erkrankungen und deren Ursachen und Folgen auseinander setzt.
Nach und nach erfährt der/die Leser*in was die Protagonisten Lara erlebt hat und wie es dazu kam, dass sie anfing sich zu ritzen. Ihr Leidensweg hat mich so wütend gemacht, weil sie überhaupt nichts falsch gemacht hat, sondern ihre Mutter und deren neuer Partner maximal toxisch und übergriffig sind. Und dann ist da noch ihr Vater, der einfach die Augen verschließt…

💫Sehr beeindruckend fand ich welche Wirkung die Freundschaft zwischen Lara, Finn und Neo entwickelt hat - von Leidensgenossen zu „tragenden Stützen“. Am Ende ist es diese Freundschaft, die allen dreien die Hoffnung gibt, dass da mehr ist als Schmerz und Angst. Diese Entwicklung war sehr berührend zu lesen und wurde auch gut dargestellt.

💫Den Einstieg in die Geschichte fand ich sehr schwer und so richtig rein gekommen bin ich bis kurz vorm Ende nicht. Ich bin aber auch einfach doppelt so alt wie die Protagonistin, wahrscheinlich lag es daran. Stellenweise zog sich die Erzählung auch ein bisschen.