Selbstzweifel die nicht gesehen werden

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nani2606 Avatar

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Narbenmädchen, ein Buch was zum nachdenken und reflektieren anregt sowie sensibilisiert was die möglichen emotionalen Probleme seiner Kinder betrifft.

Lara ist ein 15 jähriges Mädchen, welches für 4 Wochen zur Kur geschickt wird, weil sie in den Augen ihrer Mutter im speziellen krank ist. Dort fühlt Lara sich aber nicht verstanden oder Ernst genommen, die Therapien bringen in ihren Augen nichts und sind eigentlich Zeitverschwendung. Lara wünscht sich nichts mehr, als das sie Ernst benommen wird und man ihr zeigt, wie sie mit dem emotionalen Belastungen am Besten umgehen kann, als sich immer ins Ritzen zu flüchten. Das ist nämlich das Einzige, was ihr hilft in ihren Augen, auch wenn sie weiß, dass es nicht richtig. Sie lernt während der Kur Neo und Finn kennen und zum ersten Mal fühlt sie sich verstanden und es entwickelt sich eine Freundschaft und die Kids können sich gegenseitig öffnen und über ihre Probleme miteinander reden. Die Wochen gehen dahin, aber wirkliche Hilfe von den Ärzten oder Therapeuten gibt es nicht, so dass die Kids wieder in den ungewissen Alltag entlassen werden.

Für mich persönlich fehlt ein wenig der Bezug zur Mutter, sie wirkt als desinteressiert und bloß weg mein Kind, nur Dir allein muss geholfen werden, weil Du bist ja krank. Im Normalfall liegt das Problem ja im großen Ganzen und müsste auch so behandelt werden. Ich hätte mir gewünscht, dass es auch mehr um die Mutter - Tochter Beziehung geht, um die Beziehung zueinander als Familie. Der Schreibstil ist flüssig, es lässt sich gut lesen und man findet schnell in die Geschichte. Ein Teenager, der Probleme hat, der sich allein fühlt und nicht verstanden. Dennoch fehlt mir etwas, mehr Einsicht der Eltern meiner Meinung nach. Dennoch ist es ein gutes Buch geworden für alle die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind, um festzustellen, dass sie nicht allein sind.