Unter die Haut
Lara möchte nur eins: normal sein. Keinen Schmerz mehr spüren. Die Dunkelheit verlassen die sie umgibt. Narbenmädchen ist kein Buch für eine fröhliche Sonntagslektüre zum Kaffee. Das Buch sollte mit seinen Triggerwarnungen ernst genommen werden. Es sind eindeutige Szenen zu Themen wie Selbstverletzung, Essstörungen und Beschreibungen von Suizid vorhanden und die Grundstimmung in dem Buch ist auch eher melancholisch. Durchsetzt wird diese Melancholie von Finn und Neo, zwei Jungs die sich zwar ebenso als kaputt bezeichnen aber Lara mehr geben als alle Therapien die sie bisher gemacht hat. Denn am Ende zählt nur eins: Freundschaft durch dick und dünn. Narbenmädchen hat mir zugesagt weil es schonungslos ehrlich ist. Die Geschichte ist authentisch und deswegen so unter die Haut gehend. Buchstäblich. Sensible Menschen sollten das Buch nicht allein lesen, für Teenager würde ich es auch nur empfehlen wenn keinerlei Vorbelastungen vorhanden sind. Ein Buch das über den Tellerrand geht und harte Einblicke schafft.