Wichtiges Buch

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tinena Avatar

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Ich habe mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen, da mich bereits der Klappentext sehr angesprochen hat und die behandelte Thematik für Jugendliche unglaublich wichtig ist. Die Geschichte hat meine Erwartungen insgesamt nicht enttäuscht.

Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil: Er ist locker, angenehm und sehr leicht zu lesen. Für meinen persönlichen Geschmack wurden stellenweise etwas viele Schimpfwörter und teilweise auch ein recht klischeehafter Jugendslang verwendet – allerdings bin ich vermutlich auch nicht ganz die primäre Zielgruppe des Buches.

Die Themen rund um Selbstverletzung und Mental Health werden größtenteils rücksichtsvoll und ungeschönt dargestellt, was ich sehr positiv fand. Allerdings liegt der Fokus der Geschichte weniger auf den Krankheitsbildern selbst, sondern stärker auf Freundschaft und zwischenmenschlichen Beziehungen. Das hat mich persönlich ein wenig enttäuscht, da ich mir hier eine tiefere Auseinandersetzung gewünscht hätte.

Im Verlauf der Handlung werden viele wichtige Themen angesprochen und auch nachvollziehbar beschrieben. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen mehr Raum und Einordnung gewünscht, um diese Aspekte weiter zu vertiefen. Teilweise bleiben sie etwas oberflächlich, was der Komplexität und dem Leidensdruck solcher Krankheitsbilder nicht ganz gerecht wird.

Trotzdem ist es ein wichtiges und ehrliches Buch, das schwierige Themen nicht beschönigt. Allein deshalb halte ich es für sehr wertvoll – und insgesamt konnte es mich durchaus überzeugen.