Mehr als nur Tiermedizin

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immenhof Avatar

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National Geographic Kids steht wie gewohnt für beeindruckende Fotografien, und auch dieses Buch macht hier keine Ausnahme. Die zahlreichen Bilder laden zum Staunen und Träumen ein und zeigen Tiere aus aller Welt in eindrucksvollen Aufnahmen.

Vor dem Lesen hatte ich eine etwas andere Erwartung. Aufgrund des Titels dachte ich, dass Erkrankungen von Wildtieren und deren Behandlung im Mittelpunkt stehen würden. Tatsächlich geht das Buch jedoch einen anderen Weg, und das hat mir letztlich sogar besser gefallen. Die Tiere werden nach Kontinenten vorgestellt und dabei durch persönliche Erlebnisse von Dr. Gabby Wild ergänzt. Besonders spannend fand ich ihre Berichte über die Arbeit mit einem geretteten Elefantenbaby und andere Begegnungen während ihrer Tätigkeit als Wildtierärztin.

Neben bekannten Tieren werden auch zahlreiche weniger bekannte Arten vorgestellt. Dadurch bietet das Buch eine gelungene Mischung aus persönlichen Geschichten, spannenden Fakten und Einblicken in die Arbeit einer Wildtierärztin. Selbst als Erwachsener habe ich noch einiges Neues gelernt. Besonders überrascht hat mich die Information, dass Vogelspinnen deutlich weniger giftig sind, als viele Menschen annehmen. Ich war jahrelang vom Gegenteil überzeugt.

Sehr positiv hervorzuheben ist außerdem, dass auch kritische Themen nicht ausgeklammert werden. So wird beispielsweise auf problematische Formen des Elefantentourismus in Thailand eingegangen. Dieser reflektierte Umgang mit dem Thema hat mir sehr gut gefallen und wirkt deutlich differenzierter als in vielen anderen Büchern, in denen solche Angebote oft unkritisch dargestellt oder gar nicht erst hinterfragt werden.

Insgesamt ist ein abwechslungsreiches Sachbuch entstanden, das faszinierende Tierfakten, persönliche Erlebnisse und beeindruckende Fotografien gelungen miteinander verbindet. Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene können hier noch Neues entdecken.