Ruf zu den Sternen

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Das Lexikon des Weltalls stammt, wie könnte es anders sein, von einem Astronomieenthusiasten. Und das merkt man in Sachen Umfang, Themenvielfalt und einem etwas eigenen Humor. Hervorzuheben ist jedoch vor allem die Darstellung in verdaulichen Happen ohne auf wissenschaftliche Halbwahrheiten auszuweichen.

Daraus ergibt sich ein umfangreiches und reich bebildertes Grundlagenwerk vom Urknall bis zum (möglichen) Ende des Universums, das nicht nur Kinderaugen zum Strahlen bringt. Die erste Hälfte stellt eine Reise durchs Sonnensystem mit abwechslungsreichen Stationen in den Fokus und schließt mit einem Exkurs zur Erdgeschichte ab. Im Anschluss richtet sich der Blick weit ins All bis an die grenze des sichtbaren Universums hinaus und zeigt unter anderem die verschiedenen Arten von Sternen als auch ihren Lebenszyklus auf. Den Abschluss bilden Hypothesen zu außerirdischem Leben und ein Ausblick auf aktuelle, aber nicht minder kühne Pläne in der Raumfahrt.

Nicht abschrecken lassen darf man sich vom großen aber noch handlichen Format. Im Gegenteil, denn die Abbildungen überwiegen deutlich. Grundsätzlich versprühen die Originale dabei für mich immer noch die meiste Magie, doch leider sind diese häufiger von geringer Auflösung, was sie im Vergleich zu anderen Darstellungen unscharf wirken lässt. Aus meiner Sicht soll dieses Buch vor allem die Faszination für die Astronomie wecken, wie es etwa beim Cover sehr gut gelingt. Hier wäre zu überlegen gewesen, auch die Fotografien künstlerisch noch etwas aufzuwerten, da Jungleser die Verpixelung noch nicht wirklich schätzen können und es sich bei vielen Bildern im späteren Verlauf ohnehin um Falschfarbendarstellungen handelt, weil wir nun mal weder infrarot noch ultraviolett sehen können.

Letztlich eignet sich diese kleine Enzyklopädie des Weltalls nicht nur für besagte Kids, womit vorwiegend Jugendliche gemeint sein dürften, sondern alle, die sich auf verständliche Art und Weise dem aktuellen Stand der Forschung annähern wollen. Nur für jüngere Kinder fehlt ein klarer Aufhänger, um sich dem doch abstrakteren Thema frühzeitig zu nähern.