So macht Wissensvermittlung Spaß

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europeantravelgirl Avatar

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Der Weltraum in seiner Unendlichkeit hat mich schon als Kind begeistert, und diese Faszination hat bis heute nicht nachgelassen. Da wir nahe eines Lichtschutzgebiets leben, findet man mich in klaren Nächten gerne draußen –egal ob im Sommer oder frierend im Winter - beim Suchen von Sternbildern oder dem Warten auf Sternschnuppen. Genauso wie ich den Sternenhimmel über dem Monument Valley bestaunt habe, gerne Planetarien besuche oder für eine partielle Mondfinsternis in Südwales aufs Feld fahre.

Kein Wunder also, dass ich das Lexikon des Weltalls haben MUSSTE, denn mir war von Anfang an wichtig, diese Begeisterung auch an meine Kinder weiterzugeben. Das großformatige Buch besticht mit fantastischen Aufnahmen und nimmt uns mit auf eine unglaubliche Reise durch unser Sonnensystem. Ganz aktuell fand ich die Ausführungen über die Sonnenzyklen im Zusammenhang mit den Polarlichtern besonders spannend, leuchtete der Himmel doch gerade erst über unserem Haus ganz unwirklich violett.

Hochspannend waren auch die abschließenden Abschnitte unter dem vielversprechenden Titel „Träume für die Zukunft“, die noch sehr surreal klingen, aber wer weiß…

Eines allerdings habe ich in dem ansonsten wahnsinnig informativen und schön aufbereiteten Band schmerzlich vermisst, nämlich eine ordentliche Sternenkarte. Es gibt hervorragende Ausführungen zu den Planeten und auch über das Leben von Sternen von der Geburt bis zum Schwarzen Loch, aber das Thema Sternbildbestimmung kommt für meinen Geschmack leider zu kurz. Dabei lassen sich Kinder gerade davon mitreißen, weil sie selber vor der eigenen Haustür aktiv werden können. Da hätte ich mir wenigstens eine schöne Doppelseite gewünscht.