Ein atmosphärischer Albtraum in den Bergen

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Mein erster Eindruck

Der Einstieg in „Nebelbeute“ hat mich sofort gepackt. Benjamin Cors versteht es meisterhaft, von der ersten Seite an eine beklemmende und fast schon greifbare Spannung aufzubauen. Das Setting – ein abgelegenes Bergdorf, eingehüllt in dichten Nebel – wirkt wie ein eigenständiger Charakter, der eine ständige Bedrohung ausstrahlt.
Besonders fasziniert hat mich die Ausgangslage: Mila Weiss, die wir bereits als starke Ermittlerin kennen, begibt sich auf eine gefährliche, private Mission. Dass sie bereits nach wenigen Seiten spurlos verschwindet, erzeugt einen enormen Sog. Man spürt förmlich ihre Anspannung und die Gefahr, die von ihrem Widersacher Johannes Toblach ausgeht.

Schreibstil und Dynamik

Der Schreibstil ist gewohnt präzise und bildhaft. Cors verschwendet keine Zeit mit langen Vorgeplänkeln, sondern wirft uns direkt in das Geschehen. Die kurzen Kapitel und der häufige Perspektivwechsel sorgen dafür, dass das Tempo von Anfang an hoch bleibt. Besonders gelungen finde ich, wie die psychologische Komponente eingebunden wird – man fragt sich sofort, wem man in dieser isolierten Bergwelt überhaupt trauen kann.

Fazit nach 50 Seiten

Nach diesem fulminanten Start möchte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Gelingt es Jakob Krogh und seinem Team, Mila rechtzeitig zu finden? Und welches Geheimnis verbirgt das Dorf im Nebel? Für mich ein absolut vielversprechender Thriller, der Lust auf mehr macht.

Das Cover fängt die düstere Stimmung des Nebels gut ein