Nervenaufreibend

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Mich hat die Leseprobe sofort reingezogen. Schon der Prolog ist richtig stark, weil er einen ohne Umwege in diese beklemmende Jagdszene wirft und sofort klar macht, wie viel Gefahr und Grausamkeit in dieser Geschichte steckt. Danach fand ich auch den Wechsel zu Mila sehr gelungen: Das Setting in den Bergen, der Nebel, die Kälte und diese seltsame Unruhe im Dorf erzeugen direkt eine dichte, fast filmische Atmosphäre. Genau das mag ich bei einem Thriller – dass man schon nach wenigen Seiten das Gefühl hat, permanent auf der Hut zu sein.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung hier nicht nur über das Offensichtliche entsteht, sondern auch über Stimmungen, Blicke und dieses Gefühl, dass unter der Oberfläche längst etwas Bedrohliches wartet. Mila macht auf mich direkt einen sehr interessanten Eindruck: entschlossen, hartnäckig und gleichzeitig nicht unverwundbar. Gerade dadurch war sie für mich sofort greifbar. Auch die kurzen Perspektivwechsel haben bei mir super funktioniert, weil sie die Gefahr schon früh spürbar machen, ohne zu viel zu verraten. Für mich wirkt das wie ein Thriller mit richtigem Sog, bei dem man nach der Leseprobe am liebsten direkt weiterblättern würde.