Auf der Jagd

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Der dritte Band von Benjamin Cors Gruppe 4-Reihe nimmt die Stärken seiner Vorgänger auf: Ausgefallene Plots und Spannungsbögen, drehbuchreife Atmosphäre und vor allem das Aushängeschild, die Charakterzeichnung der Gruppe 4-Mitglieder. Für mich hebt sich diese Thrillerreihe von anderen vor allem deshalb ab, weil man es hier mit einer grundsympathischen und positiven Ermittlergruppe zu tun hat - und deren Mitglieder trotzdem alle ihre Eigenheiten und Rucksäcke haben.

Diesmal geht es in ein österreichisches Bergdorf, wie immer sehr plastisch gezeichnet. Im Mittelpunkt steht diesmal Mila und ihre Jagd nach Toblach, einem Kindesentführer der am Rande schon in den ersten Bänden erwähnt wurde, und ihren eigenen Alpträumen der Vergangenheit. Und schnell gerät die Jagd außer Kontrolle...
Wie immer ist man sofort im Buch unter Handlung drin, ohne großes Geplänkel und Plotaufbau. Und das braucht es auch nicht, weil Cors es eben immer schafft, sofort Stimmung aufzubauen. Und natürlich Spannung! Das Buch liest sich wahnsinnig schnell durch.
Einzig zum Ende hin hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, das ging mir fast zu schnell, und war ein bisschen zu viel. Und trotzdem: Für mich momentan mit die beste aktive Thrillereihe: Spannend, originell, atmosphärisch, und mit klasse Figuren.