Gefährliches Bergdorf

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niggeldi Avatar

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Polizistin Mila Weiss reist alleine in ein abgelegenes Dorf in den Bergen, um endlich den Kinderhändler Johannes Toblach zu schnappen. Kaum ist sie dort angekommen, wird ein Wanderer umgebracht und in Seilen hängend präsentiert. Steckt ihr Feind dahinter oder doch jemand ganz anderes? Als ihr Team nichts mehr von ihr hört, ist die Sorge groß und eine Suchaktion wird gestartet, die Böses zutage fördert...

Das Cover ist schön düster und passt mit dem Geweih vor dem nebligen Wald perfekt zur Geschichte.

Der Prolog beginnt richtig fesselnd, die Jagd ist nervenaufreibend und man gerät in einen Lesesog. Benjamin Cors liefert in seinem Thriller eine stimmige Atmosphäre, das einsame Dorf und die Umgebung sind gut eingefangen. In diesem Band erfährt man ein wenig mehr von Mila, gleichzeitig erlebt man die Geschichte auch aus der Sicht des Mörders. Das ist schön abwechslungsreich und es wird nie langweilig. Die Handlung bietet einige Twists, wobei sich eine meiner anfänglichen Vermutungen sogar bestätigt hat. Es ist cool, wie das Team sich mit den lokalen Polizisten zusammenrafft und alles dafür tut, Mila zu finden. Was ich hingegen nie verstehen werde, vor allem nicht bei solchen gefährlichen Gesuchten, sind Alleingänge. Das ist einfach nur unnötig riskant und zieht immer größere Probleme nach sich. Ein bisschen unglaubwürdig finde ich das mit dem Bild - also ich als Nicht-Ermittlerin betrachte immer alles von allen Seiten, wenn mir was gegeben wird. Da sollte das jemand bei der Polizei doch wohl auch tun, besonders in solch einem brisanten Fall und wenn es von einem möglichen Zeugen kommt.

Insgesamt ein solider Thriller, den man mit seinen kurzen Kapiteln kaum aus der Hand legen mag. 4 Sterne