Große Empfehlung für Thriller-Fans!

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Der Aufbau von „Nebelbeute“ ist wirklich gelungen.
Im ersten Teil taucht man komplett in Milas Perspektive ein und bekommt von der Gruppe 4 nur am Rande etwas mit, bevor später der Wechsel kommt und man wieder die gesamte Gruppe begleitet.

Besonders fesselnd ist dabei, dass nicht sofort die große Spannungsexplosion einsetzt, sondern zunächst vor allem die Atmosphäre wirkt und sich die Spannung langsam steigert. Benjamin Cors arbeitet dabei mit mehreren Höhepunkten und verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende in einem starken Finale zusammenlaufen. Wenn eine Phrase hier wirklich passt, dann: eine echte Achterbahn der Gefühle.

Wenn ihr Komplexität und überraschende Wendungen mögt, ist „Nebelbeute“ definitiv etwas für euch.

Benjamin Cors hat aus meiner Sicht einen sehr eigenen Schreibstil, den ich in ruhigeren Passagen sogar als fast poetisch beschreiben würde – ohne dass das der Spannung schadet, im Gegenteil. Die ist durchgehend vorhanden.

Neben dem atmosphärischen Setting und dem langsamen, aber stetigen Spannungsaufbau haben mich vor allem die vielen Wendungen überrascht. Immer wenn ich dachte, ich hätte die Richtung erkannt, kam ein Twist, den ich so nicht erwartet hätte. Die subtil eingestreuten Hinweise wirken nie plakativ, sondern sehr durchdacht und zeigen, wie gut konstruiert „Nebelbeute“ ist.

Dieses Buch kann ich allen Thriller-Fans wirklich empfehlen.

„Es kam ihm vor, als würden sie durch eine unsichtbare Schranke treten: vom Hellen ins Dunkle. Vom Leben zum Tod. Und keiner von ihnen würde unbeschadet wieder zurückkehren können.“