Mal Jäger und mal Gejagte – spannend!

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easymarkt3 Avatar

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Das Cover zeigt ein Hirschgeweih, bei dem nicht klar mit seinen Enden erkennbar ist, ob hier ein Achtender, wie im Thriller verarbeitet, dargestellt ist.
Das Szenarium mit einem abgelegenen Dorf in bewaldeter Bergregion bei Nebel, Regen und Schnee läßt natürlich die Fantasie sprießen.
In mehreren Erzählsträngen agieren sowohl die örtliche Polizei als auch die Gruppe 4 bei der schlüssigen Aufklärung grausamer Morde. Schwachstellen bei deren Zusammenarbeit sorgen für Dynamik, lassen die Figuren sehr menschlich auftreten. Weniger glaubwürdig – obwohl natürlich spannend - stellt sich die Situation der Kommissarin Mila Weiss dar, allein und ohne Handy- bzw. Funkempfang unterwegs zu sein bei schlechten Wetterbedingungen. Das ist einfach zu leichtsinnig und unverantwortlich bei ihrer Jagd nach einem geisterhaften, gefährlichen Serienmörder.
Das Konzept von Vitruvs Proportionslehre mit dem antiken Ideal des menschlichen Körpers (Homo bene figuratus - lateinisch für „wohlgeformter Mensch“) spielt bei einem wichtigen Charakter hier eine interessante, überraschende Rolle. Mit verschiedenen Verdächtigen und grausamen Morden wird viel Dramatik erzeugt in klarem Schreibstil. Auch das Thema von Kindesentführungen – ursächliche Motivation zur Jagd auf Johannes Toblach – findet einen positiven Ausklang.