Solider Thriller mit gutem Spannungsbogen!

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„Nebelbeute“ von Benjamin Cors ist ein Thriller, der genau das liefert, was man sich von diesem Genre erhofft: Spannung, Tempo und eine Geschichte, die zum Miträtseln einlädt.

Auf 365 Seiten begleiten wir Mila Weiss, Ermittlerin einer Spezialeinheit für Serienverbrechen, die diesmal auf eigene Faust unterwegs ist. Ihre Spur führt sie in ein abgelegenes Bergdorf, wo sie den Serienverbrecher Toblach vermutet. In der scheinbar ruhigen Dorfgemeinschaft – mit Pfarrer, Krämer, Wirtin, Polizist und einigen verschlossenen Figuren – beginnt Mila zu ermitteln und kommt ihrem Ziel zunächst näher, als man erwartet.

Doch dann kippt die Situation: Morde geschehen, die auf Rituale hindeuten, und plötzlich verschwindet Mila selbst. Für ihre Kolleg:innen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – und für die Leser:innen ein intensives Miträtseln: Was ist passiert? Wem kann man noch trauen?

Cors schreibt routiniert und zugänglich, mit einem angenehm flüssigen Stil, der das Buch zu einem echten Pageturner macht. Besonders die Atmosphäre des abgeschiedenen Dorfes und das Gefühl latenter Bedrohung tragen die Spannung. Gleichzeitig bleibt die Handlung stellenweise etwas vorhersehbar – erfahrene Thrillerleser:innen werden einige Entwicklungen erahnen können, auch wenn es immer wieder kleinere überraschende Wendungen gibt.

„Nebelbeute“ ist kein radikal neuer Ansatz im Genre, aber ein durchweg unterhaltsamer Thriller mit solider Spannung, der sich schnell liest und Spaß macht – gerade für alle, die gern miträtseln und sich gut unterhalten lassen.

Das Cover mit dem Geweih hat eine besondere Bedeutung für den Verlauf des Buches und ist gelungen!