Was uns steuert

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toxiqua Avatar

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Das Thema von „Neurotraining“ hat mich direkt angesprochen, denn wahrscheinlich kennt jeder solche Situationen: Eigentlich weiß man genau, wie man reagieren möchte und dann reicht ein bestimmter Tonfall, eine ausbleibende Nachricht oder eine kritische Bemerkung und plötzlich reagiert man doch wieder nach einem alten Muster.

Genau hier setzt Stefanie Juestel an. Sie erklärt verständlich, warum unser Nervensystem oft schneller reagiert als unser bewusster Verstand und weshalb frühere Erfahrungen beeinflussen können, wie wir Situationen heute wahrnehmen und auf sie reagieren. Besonders gut gefällt mir dabei das Bild vom „alten Betriebssystem“: Unser Nervensystem ist zwar ein ziemlich geniales Schutzsystem, muss sich aber mit einer modernen Welt auseinandersetzen, in der nicht mehr der Säbelzahntiger vor der Tür steht, sondern eher die kritische E-Mail oder das unangenehme Gespräch.

Auch die alltäglichen Beispiele aus der Leseprobe fand ich sehr nachvollziehbar. Man erkennt sich schnell in Situationen wieder, in denen der Körper schon auf Alarm schaltet, obwohl der Verstand eigentlich weiß, dass gar keine wirkliche Gefahr besteht.

Spannend finde ich außerdem den Gedanken, dass Verstehen allein nicht unbedingt ausreicht, um eingefahrene Reaktionen zu verändern. Genau deshalb bin ich neugierig auf den späteren Teil des Buches und die angekündigten praktischen Übungen.

Die Leseprobe ist bisher verständlich geschrieben und macht auf mich einen interessanten Eindruck. Jetzt würde ich natürlich gern herausfinden, ob es Juestel auch gelingt, aus den ganzen Erklärungen konkrete Hilfestellungen für den Alltag zu machen. Genau das wäre für mich bei einem solchen Ratgeber am Ende entscheidend.