ich mochte es

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dima1995 Avatar

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Das Cover passt gut zum ersten Band, man erkennt die Reihe sofort wieder. Ein Hingucker, der aber nicht zu viel verrät.

Ich bin eigentlich kein Fan von Cosy Crime. Izquierdo erwischt mich trotzdem, weil sein Krimi deutlich mehr Tiefgang hat, als das Genre vermuten lässt. Trauerredner Mads Madsen wird in Glücksburg Zeuge eines Todesfalls und verspricht einem kleinen Mädchen, die letzte Nachricht ihrer Mutter zu finden. Mehr muss man gar nicht wissen, der Rest sollte beim Lesen passieren.

Die Idee mit dem Trauerredner als Ermittler gefällt mir richtig gut. Jemand, der beruflich Lebensgeschichten erzählt, merkt halt schneller, wenn eine davon nicht stimmt. Dazu kommt ein ernster Kern. Das Buch wird stellenweise ganz schön düster und nimmt Tod und Trauer ernst, ohne dabei schwer zu werden.

Der Schreibstil ist locker und flüssig. Man merkt, dass Izquierdo auch Drehbücher schreibt, die Dialoge sind gut und viele Szenen hat man direkt vor Augen. Ich musste öfter grinsen, obwohl die Geschichte eigentlich traurig ist.

Die Figuren sind für mich das Highlight. Mads ist sympathisch, ohne perfekt zu sein. Sein überdrehter Vater, sein Bestatterkumpel Fiete und die grantige Kommissarin Mills sorgen für viel Witz. Besonders Tilly hat mich überrascht, weil sie nicht altklug wirkt, sondern echt.

Wer Izquierdo von „Der Club der Traumtänzer“ oder „König von Albanien“ kennt, weiß, dass er gut mit Gefühlen umgehen kann. Das zeigt er hier auch. Kleiner Kritikpunkt: Band 1 („Über die Toten nur Gutes“) sollte man vorher gelesen haben, sonst bleiben einige Figuren etwas blass.

Mein Fazit: ein warmherziger, spannender Krimi mit viel Humor und ernstem Kern. Wer Krimis mit Herz mag und keinen Kitsch braucht, sollte hier zugreifen. Am besten mit Band 1 anfangen.