Lesegenuss pur...

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mike nelson Avatar

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Lesegenuss pur... Man könnte sagen, mal wieder ein typischer Izquierdo. Andreas Izquierdo hat das unzweifelhafte Talent, stets das zutiefst Menschliche in seine Romane einzuflechten - so auch in seinem zweiten Band über den Trauerredner Mads Madsen, der auch dieses Mal, wie im Vorgängerroman, in einen Kriminalfall hineinschlittert und natürlich, trotz bedrohlichster Anzeichen, seine Finger nicht davon lassen kann. Und auch in "Niemals geht man so ganz" spielen der Tod, das Leben davor und auch das Leben danach eine Rolle. Und das ist ja auch das Selbstverständnis des Trauerredners Mads Madsen, dem Leben der Verstorbenen auch für die Zeit danach eine Bedeutung zu geben... Mads ist Zeuge des Suizids von Anna Schmidt, die ihm eine etwas kryptische Botschaft hinterlässt und ihn bittet, ihre Tochter Tilly zu beschützen. Vor wem oder was? Und warum suizidiert sich die Mutter einer neunjährigen Tochter? Und was bedeutet die letzte Botschaft von Anna Schmidt? Natürlich ist Anna Schmidt nicht Anna Schmidt und Tochter Tilly weiß mehr, als ihr eigentlich bewusst ist, weil sie ein Gepür für Dinge hat, die Erwachsene übersehen. Und Mads macht sich auf, um Antworten zu finden... und stößt dabei nicht nur auf eine gefährliche Gegnerschaft, sondern auch auf eine fast tödliche Verführung. Der Leser trifft auf vertrautes Personal - die Ermittlerin Mills (die mit dem Aggressionskontrollproblem), den Bestatter Fiete und selbstverständlich Vater Fridtjof und Hündin Bobby. Und das Schöne an dem Buch - das ganz normale Leben mit all seiner Komik und Tragik hat einen festen Platz neben dem eigentlichen Kriminalfall, weshalb dieser Krimi weit mehr ist als eben nur ein Krimi - es ist ein echter Izquierdo ;-))