Tilly
Mads Madsen ist Trauerredner und wird Zeuge als Tillys Mutter Suizid begeht. Mads findet ihre Tochter Tilly und mit Hilfe der Malteserhündin Bobby erlangt er ihr Vertrauen. Schließlich verspricht er ihr, herauszufinden, welche Nachricht ihre Mutter ihr sagen wollte.
Andreas Izquierdo könnte als Zweitjob auch Trauerredner werden. Ich würde ihn engagieren.
Ganz viel Herz und Menschenkenntnis hat er in diesen Roman einfließen lassen. Er versteht es auf besondere Weise die Gefühle von trauernden Menschen zu beschreiben.
Die Figuren in diesem Buch sind manchmal authentisch (Mads Madsen), manchmal überzeichnet (Fridtjof) beschrieben. Besonders belustigt haben mich die tackerwerfende Kommissarin und der mit skurrilen Ideen übersprudelnde Fridtjof. Wenn es besonders emotional wurde, haben die beiden es immer wieder geschafft, mich zum Lachen zu bringen.
Ich hatte den ersten Band "Über die Toten nur Gutes" nicht gelesen. Das bedauere ich jetzt sehr, weil ich glaube etwas versäumt zu haben. Aber um in diese aktuelle Geschichte eintauchen zu können, ist es meiner Meinung nach nicht notwendig den ersten Band zu kennen.
Ich werde auf jeden Fall das nächste Buch mit Mads Madsen nicht versäumen.
Die 5 Sterne sind mehr als verdient.