Trauerredner mit neuem Arbeitsfeld
Der Kriminalroman "Niemals geht man so ganz" ist locker und leicht geschrieben. Der Erzählstil ist flüssig und gut verständlich. Wer die Wilsberg- Folgen aus dem Fernsehen kennt und mag, wird dieses Buch lieben. Es gibt einiges zum Schmunzeln und auch zu lachen, viele überraschende Wendungen und coole Typen. Nach meinem Empfinden hat die Geschichte mit der Realität eher weniger zu tun. Würde das Jugendamt in so einem Fall wirklich so agieren? Ich glaube, das tut es nicht. Das schöne Fleckchen Glücksburg macht den Roman für Ostseekrimi- Liebhaber(innen) interessant. Das Buch trifft nicht meinen Geschmack. Die Figuren sind zum Teil ziemlich überzogen gezeichnet. Die Hausfrauen sind echt gruselig! Die Gestaltung des Einbandes mit den stabilen Seiten, die man als Lesezeichen nutzen kann, ist prima. Sie passt hervorragend zum Inhalt.