unblutig, witzig, spannend

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juliariccarda Avatar

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Der Trauerredner Mads Madsen wird unfreiwillig Zeuge wie eine Frau sich umbringt. Sie hinterlässt eine kleine Tochter, die außer ihrer Mutter niemanden hatte. Die kleine Tilly fasst Vertrauen zu Mads. Er nimmt sich ihrer an und versucht herauszufinden, warum Anna Suizid beging und welche Botschaft sie ihrer Tochter hinterließ.
Das Buch ist das zweite in einer Reihe. Zwar wird immer mal wieder Bezug auf Band eins genommen, aber man kann die Geschichte gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen.
Mads ist ein sympathischer, lieber Kerl, der das Herz eindeutig auf dem rechten Fleck hat. Sein Privatleben nimmt im Buch schon einen großen Anteil ein, ist aber durchaus unterhaltsam. Vor allem Mads Vater, mit dem er zusammen wohnt, sorgt mit seinen verrückten Einfällen für reichlich Komik und einfach das gewisse Etwas, auch oder gerade weil er Mads damit zuweilen auf die Palme bringt. Auch die sich anbahnende Romanze zwischen Mads und Kim hat mir gut gefallen. An dem Fall selber fand ich die Gedichte besonders spannend, die Anna hinterlassen hat und die Frage, was sie zu bedeuten haben. Und natürlich das große Rätsel, warum sie überhaupt Selbstmord begangen hat. Wie es sich für einen guten Krimi gehört, dürfen natürlich auch ein paar unerwartete Wendungen nicht fehlen.
Mein Fazit: Alles in allem ein unblutiger, dennoch spannender Krimi mit Humor, interessanten Figuren und einer Prise Romantik.