Unterhaltsam und kurzweilig

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Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo ist der zweite Band über den Trauerredner Mads Madsen, seinen Vater Fridtjof, den Bestatter Fiete und Kriminalkommissarin Mills.
Mads dreht eine nächtliche Runde mit seiner Malteserhündin Bobby und entdeckt dabei am Steg eine Frau. Sie bittet ihn, sich um ihre Tochter Tilly zu kümmern, bevor sie sich ins Meer stürzt.
Die Frau und ihre Tochter gehen ihm nicht aus dem Kopf, er findet heraus, wo sie wohnen und lernt die 9jährige Tilly kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter in einem Kinderhaus untergebracht wurde. Tilly verliebt sich auf den ersten Blick in die Hündin Bobby und fasst schnell Vertrauen zu Mads.
Mads hat großes Mitgefühl mit Tilly, da auch er als Kind seine Mutter verloren hat, allerdings hatte er noch seinen Vater und seine Geschwister, während Tilly nunmehr ganz alleine ist.
Es stellt sich heraus, dass Tillys Mutter seit einigen Monaten im Flensburger Krankenhaus gearbeitet hatte. Niemand weiß jedoch etwas darüber, was sie davor gemacht hatte. Mads bekommt heraus, dass sie einem Verbrechen auf die Spur gekommen sein muss. Kurze Zeit später entdeckt er, dass er verfolgt wird.
Mads‘ Nachforschungen werden von den Aktivitäten seines Vaters unterbrochen, der einer neuen Leidenschaft frönt: Er will Musikpädagoge werden und unterrichtet drei Damen aus der Nachbarschaft. Sie gründen sogar eine Band und treten auf einem Fest auf, selbstverständlich mit Liedern von Udo Jürgens, dem Lieblingssänger von Fridtjof Madsen.
Fiete will endlich das Geheimnis des stillen Herrn Bernardy lüften, der ihm und Mads beim vorherigen Fall das Leben gerettet hatte.
Ich habe das Buch größtenteils gehört, eingelesen von Uve Teschner, einem meiner Lieblingssprecher. Es fiel mir diesmal nicht leicht, Mads‘ Ermittlungen zu folgen, besonders mit der Entzifferung der Hinweise aus Tillys Kartenset war ich etwas überfordert: „Der Kieselfuchs wahrt den hellsten Stein, doch bindet Herz und Seele dein.“
Wir erfahren einiges aus dem Alltag eines Trauerredners, zum Beispiel, was Menschen auf dem Sterbebett bereuen: „Den mangelnden Mut, das Leben nach den eigenen Vorstellungen gelebt zu haben. Zu viel gearbeitet zu haben. Freundschaften zu wenig gepflegt und zu wenig Gefühle gezeigt zu haben. Sich nicht erlaubt haben, glücklicher zu sein.“ (S. 128)
Ich mag den Schreibstil des Autors und die Charaktere sehr, wer Band 1 gern gelesen hat, wird auch das Wiedersehen mit Mads, Fridtjof und Mills genießen.