Berührend erzählt, aber emotional fordernd
Judith Hoersch erzählt eindringlich von Frauenleben, die von Verlust, Einsamkeit und unerfüllten Sehnsüchten geprägt sind. Die wechselnden Perspektiven und Zeitebenen sind fein miteinander verwoben, besonders Maries Geschichte geht unter die Haut. Der Ton ist ruhig, oft schmerzhaft intim, stellenweise sehr dicht, was das Lesen emotional fordernd macht. Nicht jede Passage trägt sofort Spannung, doch die psychologische Tiefe und die sensible Figurenzeichnung überzeugen nachhaltig.