Auf der Suche nach den Wurzeln

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leseratte1310 Avatar

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Dieses Buch beleuchtet das Leben von vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell. Wie sie miteinander verbinden sind, erschließt sich erst nach einiger Zeit.
Marie verlässt ihre Mutter, die nur sich selbst im Blick hat, und will in Berlin auf eigenen Füßen stehen. Gabriele leidet unter dem Verlust ihres Kindes, woran ihre Ehe zerbricht. Alma wächst wohlbehütet in der Eifel auf. Sie ist hochbegabt und übernimmt frühzeitig viel Verantwortung, fühlt sich aber fremd in ihrer Familie. Isabell, inzwischen selbst Mutter, hat als Kind ihre Mutter verloren und vermisst diese in ihrem Leben. Erst als Isabell und Alma aufeinandertreffen, können Wunden der Vergangenheit geheilt werden.
Der Einstieg in dieses Buch ist nicht ganz einfach, denn die Perspektiven und Zeiten wechseln sehr häufig, so dass man nur punktuelle Eindrücke erhält. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die Verbindungen der Frauen entschlüsselt hatte.
Jede dieser Frauen hat ihr Päckchen zu tragen. Ich konnte ihre Situation nachempfinden und doch ist mir keine von Ihnen wirklich nahegekommen.
Die Geschichte verläuft eher ruhig. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Das Ende ist stimmig und beantwortet alle Fragen, die sich beim Lesen ergeben haben.
Es geht um das Muttersein, Schweigen, Identität und seinen Platz im Leben finden. Wer ist man, wenn es in der Biografie Leerstellen gibt?
Ein intensiver Roman, der mich leider nicht so gepackt hat, wie ich mir das gewünscht hätte, aber einiges stimmt doch nachdenklich.