Die Suche nach der eigenen Identität
Judith Hoerschs Debütroman „Niemands Töchter“ handelt von vier Frauen, Marie, Gabriele, Alma und Isabell. Am Anfang fand ich es ausgesprochen verwirrend, zwischen den Kapiteln, die aus der Sicht der einzelnen Frauen erzählt werden, hin- und herzuspringen, zumal auch die Zeitebenen ständig wechseln. Auch die Beziehung der Frauen untereinander ist lange unklar. Nachdem ich den Versuch aufgegeben habe, die Puzzlestücke zeitlich einzuordnen, und einfach darauf vertraut habe, dass alles irgendwann Sinn ergibt, fand ich das Buch deutlich angenehmer zu lesen.
Es geht um die Themenbereiche „wer bin ich und wo gehöre ich hin?“. Alma spürt schon seit ihrer frühen Kindheit in ihrer Familie, die aus Mutter und Großeltern besteht, dass sie nicht nur äußerlich anders ist. Die Frage nach dem Vater wird ausweichend beantwortet. Als sie als junge Frau erfährt, dass sie adoptiert ist, bricht sie den Kontakt zur Mutter ab und zieht nach Berlin. Diesen Teil der Geschichte konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Warum dieser unerbittliche Bruch mit der Adoptivmutter, die doch alles für ihr Kind getan hat?
Isabell, die andere Tochter in der Geschichte, wächst mit Mutter und Vater gutsituiert in Berlin auf. Der Vater, ein erfolgreicher Arzt, ist an seiner Tochter nicht sonderlich interessiert und betrachtet Isabells Mutter mehr oder weniger als „trophy wife“, eine hübsche Frau, mit der man angeben kann. Als diese stirbt, bricht für die zehnjährige Isabell eine Welt zusammen.
Das Schicksal führt Alma und Isabell beide in dieselbe psychotherapeutische Praxis. Die beiden lernen sich kennen und merken, dass sie viel mehr gemeinsam haben als geahnt.
Obwohl ich mich mit keiner der Personen wirklich identifizieren konnte und so manche Entscheidung für mich nicht nachvollziehbar war, hat mich die Geschichte gefesselt. Der Schreibstil ist packend, die Personen und ihre Lebenssituationen gut beschrieben. Vor allem Almas Kindheit in einem kleinen Dorf in der Eifel im Haus ihrer bodenständigen Großeltern fand ich äußerst realistisch dargestellt. Leseempfehlung!
Es geht um die Themenbereiche „wer bin ich und wo gehöre ich hin?“. Alma spürt schon seit ihrer frühen Kindheit in ihrer Familie, die aus Mutter und Großeltern besteht, dass sie nicht nur äußerlich anders ist. Die Frage nach dem Vater wird ausweichend beantwortet. Als sie als junge Frau erfährt, dass sie adoptiert ist, bricht sie den Kontakt zur Mutter ab und zieht nach Berlin. Diesen Teil der Geschichte konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Warum dieser unerbittliche Bruch mit der Adoptivmutter, die doch alles für ihr Kind getan hat?
Isabell, die andere Tochter in der Geschichte, wächst mit Mutter und Vater gutsituiert in Berlin auf. Der Vater, ein erfolgreicher Arzt, ist an seiner Tochter nicht sonderlich interessiert und betrachtet Isabells Mutter mehr oder weniger als „trophy wife“, eine hübsche Frau, mit der man angeben kann. Als diese stirbt, bricht für die zehnjährige Isabell eine Welt zusammen.
Das Schicksal führt Alma und Isabell beide in dieselbe psychotherapeutische Praxis. Die beiden lernen sich kennen und merken, dass sie viel mehr gemeinsam haben als geahnt.
Obwohl ich mich mit keiner der Personen wirklich identifizieren konnte und so manche Entscheidung für mich nicht nachvollziehbar war, hat mich die Geschichte gefesselt. Der Schreibstil ist packend, die Personen und ihre Lebenssituationen gut beschrieben. Vor allem Almas Kindheit in einem kleinen Dorf in der Eifel im Haus ihrer bodenständigen Großeltern fand ich äußerst realistisch dargestellt. Leseempfehlung!