Einblicke in verschiedene Leben

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danielgranger Avatar

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Das Buch "Niemands Töchter" von Judith Hoersch ist ein Stück aus dem Leben vierer Frauen, die jede mit ihren Problemen im Leben, in Beziehungen und mit Ihrem Umgang mit der Vergangenheit zu kämpfen haben. Der Schreibstil sorgt dafür, dass man sich beim lesen mal ganz in der Geschichte verlieren konnte oder aber auch traurig war, dass der liebste Erzählungsstrang unterbrochen wird, weil man sich noch nicht aus der Situation lösen wollte. Die Figuren werden mit liebevoller Detailtiefe aufgebaut und auch wenn man sich nicht in alle Lebensrealitäten tatsächlich reinversetzen kann, so fühlen sich die Reaktionen und Handlungen der Charaktere doch nachvollziehbar oder zumindest abstrakt verständlich an. Mir hat das Buch sehr gut gefallen in seinem Aufbau, seinem Rätsel raten, wie die Geschichten sich zusammenfügen lassen und in der ruhigen Art, wie Judith die Ereignisse in einander fließen lässt.
Empfehlenswert ist dieses Buch für alle Leser*innen, die sich gerne auf Lebensausschnitte von Charakteren einlassen und die die nötige Ruhe mitbringen in die Geschichte einzutauchen. Eher nichts für dich ist es wenn du sonst eher schnelle Thriller und Krimis liest.